Interview mit Reflectionz

5 Fragen ÜBER  DIE DERZEITIGE MUSIKINDUSTRIE.

Du mischt ja schon seit 2012 als Produzent in den deutschen Charts mit, wie haben sich seitdem deiner Meinung nach der Workflow und die Rolle des Produzenten im deutschen HipHop gewandelt?

In den letzten Jahren ist die Zusammenarbeit zwischen ProduzentInnen, KünstlerInnen und SongwriterInnen viel direkter geworden. Das ist vor allem mit der gesteigerten Musikalität der momentan erfolgreichen “urbanen” Musik zu erklären. Früher war es für den Artist okay, einfach einen Beat zu laden und darauf zu rappen. Placements bei Kollegah, KC Rebell, Massiv usw. habe ich in der Vergangenheit einfach über das Verschicken von Beats und Skizzen gemacht. Dieser Tage ist da ein bisschen mehr musikalische Betreuung notwendig. Reine Beatmaker haben es nun schwer – Produzenten müssen musikalisch versiert sein (Harmonien, Akkorde, Arbeit mit Autotune, etc.), zudem recorden und solide mischen können. All das passiert nun vor Ort in Writing Sessions, wo ein fachlicher Austausch zwischen Artist und Produzenten viel direkter und schneller ablaufen kann. 

Kannst du von Musik leben? Wenn ja, was sind deine Haupteinnahmequellen? 

Von Musik im weitesten Sinne. Ich mache neben der klassischen Musikproduktion auch Sound Design, Mixing, Mastering und Recordings im Above Zero Studio in Berlin/Kreuzberg, das ich mit meinem Studiopartner Felix Klein betreibe. Um in der Musikindustrie Fuß zu fassen und langfristig erfolgreich zu werden, sollte man bereit sein, seinen Fokus erweitern und zumindest für eine gewisse Zeit wirklich breit aufzustellen. Zukünftig plane ich aber auch, mich konsequent zu positionieren und auf ein oder zwei Themenfelder zu fokussieren. 

 

An welchen Projekten arbeitest du aktuell?

An einigen. Ich arbeite an Werbemusik für Firmen, baue gerade eine Newcomerin als Executive Producer (wasgehtchloe) auf und habe eine eigene Edition bei ROBA Music in Hamburg, zusammen mit Patrick Max Fuhrmann, meinem Partner im Bereich Verlag & Management. Dort signen wir talentierte Produzenten und Writer. Und auch wir machen viele Writing Sessions bei uns im Studio – dabei ist zum Beispiel vor Kurzem eine Single von Silla und EstA entstanden, die bei uns im Studio recorded, produziert und gemischt wurde. Des Weiteren arbeite ich derzeit viel an Samples und schicke diese an andere Produzenten in meinem Netzwerk.

 

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FÜR ESTA x SILLA

Wie bist du auf die Beat Unit aufmerksam geworden?

Über Sinan, der mich, als die Beat Unit langsam anlief, gefragt hat, ob ich nicht der Gruppe beitreten möchte.

Wieso ist es wichtig, dass sich Producer vernetzen und austauschen?

Da wie oben beschrieben so viel über Sessions läuft, ist ein gutes Netzwerk essentiell. Unabhängig davon – Musik hat schon immer von gegenseitigem Austausch gelebt. Ich halte viel davon, konstruktiv zusammenzuarbeiten, anstatt sich im ständigen Konkurrenzdenken zu verfangen. Nur so entwickelt man sich weiter und kann sich als Produzent langfristig in Szene verankern. In diesem Sinne, @Beat Unit Leser, added mich gerne auf Insta, falls ihr starke Drums macht, oder auch falls ihr selber Samples am Start habt. 

 

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